Sonntag, 30. Juni 2013
Sonntagspöbelei
Jetzt kommst du in das Alter, wo du weist wie Geschichte sich fühlt!

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Donnerstag, 20. Juni 2013
Deutsche Opferbereitschaft
Der Deutsche ist, zu seinem eigenen Vorteil, jeder Zeit bereit Sich oder Andere zum Opfer zu machen.

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Montag, 28. Januar 2013
Schnipsel vom Sonntag
"Günter Verheugen sieht aus, wie Roland Koch, der sich die Aknenarben weggebotoxt hat."

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Sonntag, 30. Dezember 2012
Peerfider Feminismus

Erfunden aber wahr:
Peer Steinbrück ist nicht nur von der Mimik her eher ein Kaltstarter. Nein, glaubt man den Medien setzt er auch seinen Wahlkampfstart eher unbeholfen um, wie ein kleines dickliches Kind auf Rollschuhen. Gerade aufgerappelt plumpst er wieder auf den Boden und muss sich von vorne aufrappeln, während Angela Merkel bereits im Wagen sitzt und davon rauscht.
Erst bekam dieser Mensch Geld für seine Vorträge, und jetzt versucht er mit den Wähler_innen Gehaltsverhandlungen zu führen und spricht vom Tittenbonus (Formulierung d.V.) seiner Konkurrentin. Das ist die SPD des 21.Jahrhunderts. Bevor sie konkurrenzfähig wird fällt ihr wieder irgendeine Scheiße ein, mit der sie sich unbeliebt macht und die furchtbar unnötig ist. Eine andere SPD ist eigentlich nicht mehr vorstellbar. So wie man sich auch keine FDP mehr ohne neoliberalen Ideologiefaschismus vorstellen kann.
Aber der Peer der kann doch was habe ich mal gelesen. Also kann das kein Zufall sein. Ich bin lange in mich gegangen und habe inzwischen eine andere Vermutung. Der Peer der ist ein Guter!
Nein, nein ich werde jetzt keine Lanze für ihn brechen, außer damit ich ihm anschließend mit zwei Stöcken den Hintern versohlen kann. Aber ich möchte eine SPD die es so noch nicht gab, eine mit echter linker Attitüde! Und wenn die Damen und Herren, dass nicht wollen, dann schreiben wir es halt herbei. Steinbrücks „Honorar-Skandal“ war auch eher eine mediale Frechheit als Alles andere. Als ob es eine moralische Grenzen für Vortragsgehälter gäbe, wenn man das Gefühl hat jemand sei vom Schicksal schon genug belohnt worden – eine Neiddebatte... im Besten Fall.
In diesem Sinne kann es doch sein, dass der aktuelle Fall (Tittenbonus, Gehaltsverhandlungen) auch einfach nur Falsch dargestellt wurde? Ich glaube schon!
Steinbrück sagte: „Nahezu jeder Sparkassendirektor in Nordrhein-Westfalen verdient mehr als die Kanzlerin". Ist das nicht purer Feminismus? Prangert er nicht in diesem Satz an, dass eine Frau, welche mit der höchsten (praktischen nicht formalen) Verantwortung des Landes betraut ist, trotzdem weniger verdient, als jemand DER (sic!) eine regionale Leitungsposition in einem dieser ominösen Geldhäusern inne hat? Meint er vielleicht, auf seine eigene verquaste Weise, wie sie sonst nur wahren Linken inne wohnt, dass er sich bereiterklärt, den schlechter bezahlten Job zu machen, damit die Frau in dieser Beziehung, den hochdotierten Sparkassenjob annehmen kann. Damit sie die patriarchalische Bankenszene kräftig aufmischt und für kommende Frauengenartionen nachhaltig öffnet. Peer du Schlitzohr! Das ist die SPD wie ich sie will! Weiter so....

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Montag, 30. Juli 2012
Protestkauf
Ich habe heute versucht in meiner lokalen Unibibliothek "Niklas Luhmann - Protest" zu bekommen. Was soll ich sagen, es hat nicht funktioniert. Zwar gibt es reihenweise Exemplare, diese sind aber alle verliehen oder vermisst....Mist!
Aus Frust habe ich es mir dann gekauft.

Jetzt wird es spannend: Schreien doch die meisten Hobbyprotestler_innen allein beim Wort Luhmann schon auf. Denn dafür sind sie zu religiös, einer Theorie etwas abgewinnen zu können, die Wahrheit verneint. Größer wahrscheinlich noch das Problem, dass sie sich vorher entschieden haben, diese Theorie doof finden zu wollen. Na klar, ist auch einfacher erst von jedem das Glaubensbekenntnis in der selbst ausgegebenen Fassung zu verlangen bevor man als "unverdächtig" gilt. Tut man dies nicht, ist man des Teufels. So wie U.S.amerikanische radikale Evangelikale mutet das mitunter an.
Würden sie statt dessen die Offenheit die sie sich selbst zuschreiben auch dieser Theorie öffnen, könnten sie wertvolle Erkenntnisse über sich selbst gewinnen. Nicht weil irgendjemand darin ihre Berechtigung absprechen würde. Im Gegenteil, Luhmann kennzeichnet sie als systemrelevant.
Ich werde mich jetzt zum schmökern verziehen und gegebenenfalls nochmal gegen selbsternannte Linke pöbeln, die sich selber nicht verstehen, weil sie diese Ebene der Beobachtung nicht einnehmen wollen.
Für eine echte Linke!!!

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Donnerstag, 21. Juni 2012
Was wir so machen. Ein Text
Plop!


Was wir so machen. Ein Text.

Wir beschäftigen uns immer mit so Dingen. En Vogue ist es, diese Beschäftigung mit einer knappen sachdienlichen Beschreibung zu kennzeichnen. Ein gekonntes "Es ist was es ist", eine Konstruktion von Entität, die verpricht ein Text zu sein. Der Titel wird gefolgt von diesen Offensichtlichkeiten, um ihm den Anstrich der New Way of German Textlichkeit zu geben. "Was wir so machen. Eine Trendentlarvung."
Wenn ich schon lese: Eine Beobachtung, eine Analyse, ein Kritikversuch, eine Streitschrift, eine Auseinandersetzung, usw."
Da versucht doch jemand seinen Text vorher in einen Wahrheitskontext zu ordnen, der das Risiko der Kritik vorstrukturieren soll. Die Erwartungen an die Leser_innenschaft gleich mal in die richtigen Bahnen lenken. Jeder soll wissen, was für ein Text folgt, und da an den Formen solcher Texte bereits Sinnstrukturen haften, weiß man es dann auch. Das der Text vielleicht gar keine Beobachtung ist, keine kritische Stellungnahme, sondern ein Grass-Gedicht einfach nur eine Pöbelei, wird von vornherein ausgeschlossen. Statt dessen dieser Auftakt. Gräßlich, unlustig, modisch, und sitzt wie die Frisur von Jogi Löw. Einfach bieder!


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Samstag, 2. Juni 2012
Sentenz of death
Wer früher stirbt ist länger tot.

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Samstag, 2. Juni 2012
The Will to Blog
Ich habe jetzt 10 Minuten lang versucht mir einen Blogbeitrag aus den Fingern zu saugen, und das nur aus Langeweile. Wären meine Downloads schneller wäre das nicht passiert.

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Mittwoch, 16. Mai 2012
Neulich ums Eck....
ACAB All Colors Are Beautiful
Ich finde es wahrlich Schön,wenn man der Rhetorik von Gewalt und unnötiger Entmenschlichung derart entwaffnend entgegentritt!

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Sonntag, 25. März 2012
Cultural Studies / Rap around da fokken Globe

Gestern Abend war ich auf einer sagen wir mal Party. Da ich die Sprache des Landes zu wenig beherrsche, unterhalte ich mich vor allem auf Englisch. Der Abend lief super, und ich konnte meine westfälischen Trinkgewohnheiten einem internationalen Publikum präsentieren.
Irgendwann rund um die Zeitumstellung mischte ich mit einer jungen Bänkerin Alkohol in der Küche zusammen und unterhielt mich über Musik. Von der generellen Beobachtung, dass es hier wenig Heavy Metal dafür mehr Rock gibt, gelangten wir zur einheimischen Elektromusik. Bis auf einmal die junge Frau mich mit aufgerissen Augen anschaute, in ihren Kopf verbanden sich alkoholgetränkte Synapsen blitzartig, und sie mir offerierte: "OH, Aiv been to koncert of jerman band!"
Kosmopolitisch bewandert wie ich bin, dachte ich natürlich an Rammstein, denn überall wo es mich bislang hinverschlagen hatte, höre ich "Ah Jermany, Bier und Rammstein, Bier und Rammstein!" Aber weit gefehlt! Was folgte verstand ich erst nicht, da meine Synapsen einen Moment länger brauchten, bis es mir kurz die Sprache verschlug.
Als ich noch nicht ahnte, was folgen würde, fingerte sie auf ihrem Smartphone herum und sagte immer etwas von "rich bitch" oder so ähnlich, dass es nicht richtig Rap und nicht richtig Elektro sei ,und dass ihr der Bandname doch partout nicht einfiele. Doch dann hatte sie es gefunden ,und hielt mir triumphierend ein ganz schlechtes youtubeVideo eines Livemitschnitts entgegen. Ich verstand immer noch nichts, und sie sagte: "here, Antwort! Antwort!"
Stirnrunzeln meinerseits, ich durchwühlte meine Gehirn nach deutschen Elektro und Hip Hop Acts...nichts

....Tick...Tick...Tick....Tick...Ping!

"AHHH", schrie ich, "DIE FOKKEN ANTWOORD! Zef Side?!!"
"Yes, yes, yes" ,sagte sie."Aiv been on Koncert!"
Ich:"Awesam! But säts not German! It's Saus Afrikän!"
"What? RRealee?"
"Yäs, and I lav it!"
Danach breitete ich ihr mein gesamtes Wissen über die südafrikanische Musikszene aus, empfahl ihr Jack Parrow und wir ritten in den Sonnenaufgang.

Fin


Das letzte stimmt natürlich nicht, aber ich konnte mal sehr spezielles Wissen anwenden, dass ich ohne Senor vert und seinen geschätzten Musikbeiträgen, wie diesen hier über die Antwoordnicht erworben hätte!
Liebe Kinder lest mit acht, ihr wisst nie wann ihr es brauchen könnt!
Bazinga!

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Sonntag, 18. März 2012
Vergauckeln wir uns selbst?

Wie einheitlich alle Fraktionen die Unbequemlichkeit des neuen Präsidenten hervorheben ist schon bezaubernd. Ich glaube, dass einer der wichtigsten Punkte an Gauck, nämlich dass er Streitbar seien möchte, das größte Problem seien wird.
Die Erwartungen sind sehr hoch. Viele möchten nun Ruhe nach den Querelen der vergangenen zwei Präsidenten. Manche wünschen sich wieder mehr Würde im Amt. Und, wie gesagt, dass er kein Stromlinienförmiger ist, betonen Alle als positiv. Wenngleich sie ihm auferlegen, dass er die Fähigkeit habe das verlorene Vertauen zwischen Politik und Volk zu kitten. Aber genau da liegt der Hase im Pfeffer.
Eine streitbare Person ist selten eine integrierende. Keine die Brücken schlägt. Wer die Politik in den letzten Jahren beobachtet, erkennt die noch radikalere Zunahme von Platitüden. Wer sich klar äußert verliert. Die Medien werden Gauck hoch- oder herunterjubeln für alles, was er sagen wird. Eher nach Unten als nach Oben. Klare Ansagen stellen im Mediensystem die Funktion Quote zu machen. Und die Menschen sind so sehr darauf getrimmt, dass sich bei jeder Position Gaucks Menschen "vergauckelt" fühlen werden. Menschen sind gerne skeptisch. Die Menge wird auf Dauer wachsen. Dazu kommen die Parteien, die sich intern durchaus an ihm reiben werden.
Insgesamt sieht das nicht gut aus. Auch weil Gauck ein sehr konservativer Mensch ist. Er ist kein Mensch der Mitte. Er hatte Stellen, Ämter und Funktionen aus der Mitte, aber er ist es nicht. Am Ende werden die Menschen an ihren eigenen Erwartungen scheitern. Bei Wulff sind sie gescheitert, weil sie dachten, dass ein hohes CDU-Tier keine wirtschaftlichen Beziehungen führt.
Das ist pessimistisch, aber ich lass mich gern vom Gegenteil überzeugen.

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Samstag, 17. März 2012
Orange County

Es ist Nacht. Wenn ich aus dem großen Wohnzimmerfenster, welches auch eine Terrassentür seien könnte, wäre dahinter nicht ein Gitter und ginge es nicht 3 Stockwerke nach unten, schaue sehe ich eine Straße die von Bäumen gesäumt ist und deren Asphalt Klitschnass ist. Merkwürdig, denke ich, es hat doch gar nicht geregnet. Sei Tagen scheint hier die Sonne und es sind über 20 Grad, auch abends. Dann fällt mir das sanfte dröhnen eines Lastkraftwagens auf, der sich langsam die Straße hinauf schiebt. Davor läuft ein Mann mit einem dicken Schlauch. Aus dem Schlauch schwallt unaufhörlich dickes Wasser. Aha, die Straßenreinigung. Ganz schön viel Aufwand für eine Straße an der alle 20 Meter ein Mülleimer hängt, und an der nachts vor jedem Haus Mülltonnen stehen, denn die werden auch täglich geleert - meistens von der Müllabfuhr. Manchmal aber auch von Schrottsammlern.
Das Wasser erhellt die Straße noch mehr, als es die Laternen eh schon tun. Und außerdem verstärkt es den Effekt des orangenfarbenen Lichtes. Das ist eben nicht Zentraleuropa, wo die Straßen des nachts aussehen wie ein deutsches Amt. Kahl, steril, unlustig.
Passt zur Architektur.
Hier jedenfalls machen Tag und Nacht keinen Unterschied. Die Farben der Magie des Ortes bleiben die Gleichen. Denn tagsüber spaziert man durch Häuserschluchten aus Orangenfarbenem Backstein. Jeder Häuserkomplex groß und wie ein dreidimensionales Sudoku. Und zu jedem Feld gehört ein Balkon, ein Wäscheleine und ein kleiner weißer Kasten, der die Behausung im Sommer auf 18 Grad herunterkühlt. West-Side-Story könnte man hier drehen, und wer ein bisschen zuschaut kann es täglich beobachten. Die Kulisse ist vollständig. Sogar die Basketballfelder im Käfig sind da. Hier will ich nicht tot überm Zaun hängen. Aber ruhig ist es wohl.
Gute Nacht.


Orange , Spanien , Nacht

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Dienstag, 13. März 2012
Content Add Werbung - Fail

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Samstag, 18. Februar 2012
Ich war der Präsident
Einen Bundespräsidenten bekommt man nicht aus dem Amt, weil er eine inhaltlich zweifelhafte Politik befürwortet (Nein ich meine nicht das mit dem Islam, sondern seine CDU-Mitgliedschaft, die für ausgrenzende, menschenverachtende Politik steht), sondern wegen der Sache mit dem Geld....es geht immer nur um Geld.... - etwas verkürzte Kritik, indeed! aber dennoch!
Das ist ein bisschen wie zur Zeit in Europa. Alles dreht sich um Griechenlands Schulden, und das sei das Maßgebende der EU-Politik. Dabei entsteht in Ungarn gerade eine faschistoide Diktatur. Hier könnte man sich mal als "Ein Europa" mit einem Wertekanon präsentieren....macht man nicht...geht nich um Geld....pah!

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